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Goldglossar

Anlagemünze

Berggold

ist die Bezeichnung für natürliche Goldvorkommen in magmatischen Gesteinen. Berggold kommt häufiger vor, als man meinen möchte, so auch in den Alpen, ist aber nur selten in abbauwürdigen Mengen vorhanden, weshalb der allergrößte Teil des gewonnenen Goldes Seifengold (siehe dort) ist. Berggold kann eine Konzentration fein verteilten Goldes in vulkanischen oder subvulkanischen Gesteinen, auch als Beimengung in anderen Mineralien, zum Beispiel Pyrit (Schwefelkies), sein, oder gediegen (rein) in Quarzadern von Tiefengesteinen, meist Graniten, vorkommen.

Feingewicht

bezeichnet den reinen Goldgehalt einer Münze, eines Barrens oder sonstiger Erscheinungsformen der Edelmetalle, insbesondere des Goldes. So hat zum Beispiel der Krügerrand, wie auf unserer Produktseite beschrieben, ein Gesamtgewicht von 35 Gramm, sein Feingewicht aber beläuft sich auf 31,1 Gramm. Dies ist demgemäß sein Gehalt an reinem Gold. Unterscheiden Sie beim Goldkauf immer zwischen Gesamtgewicht und Feingewicht: eine sammlermünze kann eine Unze wiegen - insgesamt, aber das heisst nicht, dass ihr Feingewicht ebenfalls eine Unze erreicht!

Gediegen Gold

ist die bergmännische Bezeichnung für natürlich vorkommendes reines Gold, entweder Berggold (siehe dort) oder Nuggets (siehe dort).

Gelbgold

ist mit Silber Gold. Der Metallanteil wird beigegeben, um den Preis goldener Gegenstände zu mindern und um für Schmuckzwecke, eine hellere Farbe zu erzielen.

Gold

ist das beliebteste Edelmetall. Gold ist aus chemisch-physikalischen Gründen ein edles Metall: aufgrund der Elektronenkonfiguration der einzelnen Goldatome verbindet es sich nur äußerst ungern mit anderen Elementen, daher rostet es nicht und läuft auch äußerlich nicht an.

Gold ist auch deshalb ein edles Metall, weil es relativ selten, meist fein im Gestein verteilt zu finden und deshalb nicht leicht zu gewinnen ist. Die gesamten bereits gewonnenen oder noch gewinnbaren Goldvorräte der Erdkruste ergeben schätzungsweise zusammengenommen einen Würfel von nur 18 Meter Kantenlänge!

Gold ist aber auch aus psychologischen und historischen Gründen ein edles Metall. Schon seit Urzeiten hat der Mensch das seltene Element wegen seiner Farbe, seines Glanzes, seines Gewichts und seiner Beständigkeit bewundert, ja verehrt. So sahen zum Beispiel sowohl die Ägypter als auch die Inkas, obwohl ohne Kontakt zueinander und aus völlig verschiedenen historischern Zusammenhängen stammend, das Gold als göttliches Element an, über das nur der Staat verfügen durfte. Auch der Zusammenhang zwischen der auffallenden Farbe und dem anziehenden Glanz des Goldes und der Sonne wurde immer wieder über die Zeiten hinweg in verschiedenen Kulturkreisen hergestellt.

Grain

Manchmal werden Sie sehen, dass Gewichtsangaben für kleine Goldstücke, insbesondere natürliche Nuggets, in "Grains" angegeben sind. Grain ist eine Unterteilung der Unze (troy) (siehe dort). 480 Grains (troy) gehen auf eine Unze, so dass ein Grain (troy) 0,0648 Gramm, das sind knapp 65 Milligramm, entspricht. Erst etwas mehr als 15 Grains (troy) ergeben somit ein Gramm

Sammlermünze

Nugget

ist die Bezeichnung für ein natürlich vorkommendes Goldkorn. Nuggets gibt es in verschiedensten Größen, zwischen wenigen Milligramm oder einigen Gramm und extrem selten aber auch bis zu mehreren Kilogramm schwer. Nuggets werden zwar gehandelt, ihr Wert richtet sich aber weniger nach dem jeweiligen Goldgehalt, als vielmehr nach Herkunft und Größe. In der Regel liegt der Preis für ein Nugget um so weiter über seinem eigentlichen Goldwert, je größer es ist. Schon ein hundert Gramm schweres Nugget wäre wegen seiner Seltenheit das Mehrfache seines Goldgewichtes wert. Auch ein kleines Nugget zum Beispiel aus dem Fichtelgebirge ist wesentlich mehr wert als ein gleichschweres aus Australien oder Bolivien, wo Nuggets wesentlich häufiger gefunden werden können. Nuggets sollten immer nur dann gekauft werden, wenn Herkunft und Echtheit absolut garantiert sind, ein aus echtem Gold nachgemachtes Nugget dürfte kaum zu erkennen sein, ist aber um keinen Cent mehr wert, als sein Goldgehalt.

Seifengold

ist die Bezeichnung für natürlich in Sanden oder Konglomeraten abgelagertes Gold. Gold, egal ob in Flittern, kleinen Körnchen oder größeren Nuggets tendiert wegen seines hohen Gewichts dazu, sich am Boden von Flüssen oder sonst bewegten Gewässern anzusammeln um die so genannten "Seifen" zu bilden. Diese Lagerstätten, sind die Hauptquelle der Goldgewinnung. Sowohl die Goldwäsche per Hand in jungen Sandablagerungen an Amazonas oder Yukon, als auch der großindustrielle Goldabbau in den uralten Goldkonglomeraten am Witwatersrand in Südafrika beruhen auf Seifengold.

Rotgold

ist mit Kupfer legiertes Gold. Der Kupferanteil wird beigegeben, um den Preis goldener Gegenstände zu mindern, etwa für Ringe und andere Schmuckstücke aus 333er ("8 Karat") oder 545er Gold ("14 Karat"), oder um das Gold für bestimmte Zwecke, unter anderem auch wieder die Schmuckherstellung härter zu machen, so für 750er Gold (18 Karat), 900er oder 916er Gold ("22 Karat"), da reines 999er Gold ("24 Karat") sehr weich ist.

Unze

ist das Zwölftel eines Pfunds und, neben dem Gramm, die gängige Gewichtseinheit, in der Edelmetall-, insbesondere Gold- bzw. Feingewichte (siehe dort) angegeben werden. Verwirrenderweise gibt es aber mehrere unterschiedliche Unzen aus verschiedenen Maßsystemen, unter anderen die gängige Unze (ounce avordupois) zu etwa 28 Gramm und die für Edelmetalle maßgebliche Unze (ounce troy) zu 31,1 Gramm. Achten Sie beim Kauf unbekannten Goldes immer darauf, ob sicher ist, dass sich die Gewichtsangabe auf "ounces troy" oder "grains troy" bezieht. Bei bekannten Anlagemünzen (siehe dort) mit oder ohne aufgeprägter Gewichtsangabe können Sie sich selbstverständlich darauf verlassen, dass ounces troy gemeint sind. Eine Unterteilung der Unze (troy) wird in "Grains" vorgenommen. Eine Unze hat 480 Grains (siehe dort).

Weißgold

ist mit Silber oder sogar Platin legiertes Gold. Der Metallanteil wird beigegeben, um, im Fall von Silber den Preis goldener Gegenstände zu mindern, oder, im Fall von Platin, meist für Schmuckzwecke, eine hellere Farbe zu erzielen.

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